Akzidenz Grotesk


Projekt: Schrift begegnet Raum begegnet Schrift
Jahr: 2007

Die Schrift „Akzidenz Grotesk“, eine serifenlose Linear-Antiqua, war Inspirationsquelle für berühmte Schriften wie die Helvetica oder Univers. Doch ist sie selbst auch keine Unbekannte und findet in vielen Bereichen eine Anwendung. So. z.B. in den 70er Jahren in der New Yorker Untergrundbahn.
Die „Akzidenz Grotesk“ gilt unter Schriftkennern als eine Charakterschrift, die viel aushält. Dieser Behauptung wollte ich auf den Grund gehen und die Schrift in Situationen bringen, in denen sie sich noch nicht behaupten musste. Mit einem Videoprojektor (Beamer) wurden Zeichen der Akzidenz Grotesk auf verschiedene Gebäude und Gegenstände in der Stadt gebeamt, und die Projektionen fotografisch festgehalten. Kriterien die zur Wahl der einzelnen Gebäude und Einzelbuchstaben definiert wurden waren u.a. die Größe, bzw. Dimension, die die neue Bildwelt zum normalen DIN A4 Blatt unterscheidet, die Möglichkeiten mit Perspektiven zu spielen und die Wahl der Kameraposition um Brüche und andere Effekte erzeugen zu können.

Das Augenmerk wurde besonders darauf gelegt, wie die Schrift danach drängt ihren eigenen Charakter in der Umgebungssituation durchzusetzen. Dies hat sie mit beeindruckender Stärke bewiesen, wie ich schnell feststellen durfte. Die entstandenen Bildwelten sind in der Lage die Realitätsvorstellungen des Betrachters zu sprengen, sie sind, wie der Schriftname selbst, grotesk. Dies sind ganz wundervolle Erkenntnisse aus diesem Typoexperiment.


U.a. erschienen in:
3D Typography
bertholdtypes.com
ilovetypography.com
slanted.de
fontblog.de
uvm.